ALOIS HOTSCHNIG: STADTSCHREIBERLESUNG

Kultur verbindet meets Frankfurter Hof

Der österreichische Schriftsteller Alois Hotschnig ist Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2023. Er ist der 38. Träger des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen renommierten Literaturpreises. Gemeinsam mit dem ZDF produziert der Schriftsteller eine Dokumentation nach freier Themenwahl und lebt zeitweilig in der Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum. Neben seiner Tätigkeit als Autor liest er Hörbücher ein, was seine Lesungen zu einem ganz besonderen Hörvergnügen machen.

Er spricht zu unserer Zeit, in der Krieg und Hassreden die Menschen verunsichern. In seinem vielfältigen Werk erzählt er immer wieder von Schicksalen, wie sie Krieg und Diktatur hervorbringen – er bricht das Schweigen über die Geschichte heutiger Generationen in Europa und spiegelt dabei die Konflikte und Sehnsüchte auch unserer Zeit. Dabei setzt er in der deutschsprachigen Literatur einen eigenen einfühlsamen und empathischen Ton und wirkt mit entschiedener Beharrlichkeit dem Verschweigen, sowie Hassreden und Ausgrenzung entgegen. Er ist der leise Erzähler, der Existenzielles thematisiert und mit einem enormen Sprachwitz aufwartet. Das menschliche Dasein in seinen vielfältigen, teils absurden Verstrickungen skizziert er in sehr eigener sprachlicher Komposition - und weckt damit die Neugier, ihm als Leser:in wiederholt zu begegnen. 

Alois Hotschnig,1959 in Kärnten geboren, war mit seinen frühen Erzählungen und seinem Debutroman "Leonardos Hände" (1992) Shootingstar der österreichischen Literaturszene. Sein Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Innsbruck hatte er abgebrochen, um zu schreiben. Sein Werk umfasst seither erzählende Prosa, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele. Der Roman "Ludwigs Zimmer" (2000) und die Erzählbände "Die Kinder beruhigte das nicht" (2006) und "Im Sitzen läuft es sich besser davon" (2009) waren von der Kritik hochgeschätzt. Zu den zahlreichen Auszeichnungen gehören der Anna-Seghers-Preis der Berliner Akademie der Künste (1993), der Erich-Fried Preis (2008) und gerade der Christine Lavant Preis 2022. In seinem aktuellen Roman, "Der Silberfuchs meiner Mutter", erzählt er ein Frauenschicksal des 20. Jahrhunderts aus Sicht des Sohnes, eine bittere und berührende Überlebensgeschichte der Nachkriegszeit, und verwebt dabei poetisch Biografie und Fiktion.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen von "Kultur verbindet - Mainz live!" statt. Initiiert wird die Veranstaltungsreihe vom Kulturdezernat der Landeshauptstadt Mainz und der mainzplus CITYMARKETING GmbH

Bild: © Maximilian von LAchner

Unterhaltung: Lesungen/Literatur
Di., , Frankfurter Hof
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr

freie Platzwahl

Eintrittspreise: Eintritt frei



Veranstalter: mainzplus CITYMARKETING GmbH / Frankfurter Hof

Kontakt

Team Frankfurter Hof

Augustinerstr. 55
55116 Mainz
T: +49 (0) 6131 / 242-914
frankfurterhof(at)mainzplus.com