Jüdische Kulturwoche 2018

Daniel Kahn & The Painted Bird

Vor 34 Jahren wurde Daniel Kahn in Chicago als Sohn jüdischer Eltern geboren, nach seinem Literatur- und Theater-Studium arbeitete er in New Orleans, spielte bei Bluegrass-Jams oder als Bar-Pianist, blieb eine Weile in New York, um schließlich 2005 in die Berliner Szene einzutauchen. Es dauerte kein Jahr, bis der selbstbewusste Charismatiker seine Band The Painted Bird gegründet und das erste von bislang drei Alben veröffentlicht hatte.

Seitdem begeistert Kahn mit eigenen Songs und individuellen Adaptionen.

Daniel Kahn & The Painted Bird liefern einen Mix aus jiddischen Punk-Songs und Kabarett. Böse und poetisch zugleich wandeln die skurrilen Vögel auf den Spuren des Literaten und verlieren doch nie den Bezug zur Gegenwart.

Rauschebart, dunkler Hut, zerknitterter Anzug und eine theatralisch angehauchte, eindrucksvolle Stimme, die ins Berlin der 1920er Jahre passt: Fast könnte Daniel Kahn als Zeitgenosse Bertolt Brechts durchgehen. Ob Brecht einst die Armut der Menschen in der Wirtschaftskrise der 20er Jahre anprangerte oder Kahn es ihm in der Gegenwart gleich tut, die Grenzen der Zeit scheinen plötzlich aufgehoben.

Dennoch: Was Kahn und seine Mannen von The Painted Bird auf der Bühne bieten, ist durchaus zeitgemäß, auch wenn ihr Outfit eher an eine jüdische Klezmer-Kapelle vergangener Epochen erinnert."Revolution statt Klischee"- Norbert Krampf in der Frankfurter Allgemeine Zeitung 27.07.2012."Daniel Kahn und The Painted Bird" fesseln bei "Weltmusik im Palmengarten".

Weltmusik
So.,
- 17.10.2018, 00:00, Synagoge, Hindenburgstr. 44, 55118 Mainz
Beginn: 19:00 Uhr, Einlass: 18:00 Uhr



Veranstalter: mainzplus CITYMARKETING GmbH / Frankfurter Hof