Yann Tiersen

Mit dem Soundtrack für den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" wurde Yann Tiersen über Nacht weltberühmt. Sein neues Album "EUSA", das 10. Studio-Album und das erste Solo-Piano-Album, hat der bretonische Komponist einem Ort gewidmet, an dem er seit vielen Jahren lebt: der französischen Ile d’Ouessant.

Der aus der Bretagne stammende Yann Tiersen ist einer der meistgeschätzten Musiker seiner Generation. Den Grundstein für seinen weltweit guten Ruf legten die ersten drei Soloalben, die schließlich – gemeinsam mit weiterem, eigens eingespielten Material – im Jahr 2001 zum platingekrönten Soundtrack für den Erfolgsfilm „Die fabelhafte Welt der Amélie“ zusammengefasst wurden.

Aber Yan Tiersen ist keineswegs nur ein Filmkomponist, sondern ein außergewöhnlicher Musiker mit außergewöhnlichen Ideen. So fasste er beispielsweise den Plan, ein komplettes Album auf einer Fahrradreise um die Welt und in der Wildnis zu komponieren und aufzunehmen. Weil er sowieso dauernd unterwegs ist, auf Tour oder irgendwo in einem Studio, solo oder bei Kollaborationen, auf dem Fahrrad oder auf Reisen.

Die Welt ist seine Inspiration, die Klänge der Natur und der Stadt, die Sounds des Lebens finden sich in seinen Stücken wieder. Gerade eben veröffentlichte er keine Töne, sondern ein Buch. „Eusa“ ist ein Notenheft mit zehn Stücken – darunter den neuen Track „Porz Goret“ – die alle von seiner Heimat Ouessant handeln, einer Insel vor der Küste der Bretagne. Es ist aber auch ein Bilderbuch des einsamen Eilands im Atlantik, und nebenbei ein Weg zu den Aufnahmen der Stücke, die sich um einzelne Orte darauf drehen und die auch vor Ort, in der Natur, aufgenommen wurden. Die Musik des Multiinstrumentalisten, die hier ganz klassisch erscheint, ist aber äußerst vielseitig und offen für alles von dunkel-atmosphärischen Klangetüden über klassische Stücke für Klavier oder Violine oder experimentelle Tracks mit Rap und Loops bis hin zu Kraut- und Postrock.

Yann Tiersen über sein neues Album:

"Die Grundidee war die einer musikalischen Landkarte: Ich habe zunächst ein paar Field Recordings gemacht auf der Insel – an zehn verschiedenen Orten, und dann habe ich für jeden dieser Orte eine Musik geschrieben. Das sollte keine romantische Ortsbeschreibung sein. Das würde auch gar nicht funktionieren, denn diese Musik ist nicht illustrativ".

Bild: © Christopher Espinosa Fernandez

Konzert
Mi., , Zitadelle Mainz
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

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Veranstalter: mainzplus CITYMARKETING GmbH / Frankfurter Hof